29.01.2021

Hoffice – zwischen Home und Office

Was ist ein Hoffice? Es ist die Verbindung des eigenen Zuhauses, dem „Home“, und dem uns bekannten Büro, dem „Office“. Dabei geht es darum, dass sich beide Bereiche nicht mehr einfach voneinander trennen lassen. Egal ob zu Hause oder im herkömmlichen Büro, die jeweiligen Faktoren, die bisher eher getrennt voneinander betrachtet wurden, verschmelzen jetzt im einen wie im anderen Raum zunehmend miteinander.

Geprägt wurde der Begriff 2020 durch das bekannte Zukunftsinstitut, das von dem Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx geleitet wird. Innerhalb des Instituts erscheint auch der jährlich Home Report, der von der Wohnexpertin und Architektin Oona Horx-Strathern veröffentlich wird. Seit 2020 ist vielen Menschen klar, dass der Spagat, der auch schon mit dem ursprünglichen Home-Office einhergeht, neue Fragen aufwirft. Wie müssen Räume gestaltet sein, die flexible Bedürfnisse erfüllen? Wie anpassungsfähig sind Orte und welche Kriterien sind entscheidend, damit wir uns wohlfühlen? Kann ein Zuhause gleichzeitig ein Büro sein? Wer sich näher mit dieser Frage beschäftigt, merkt schnell, dass es hierbei nicht nur um die Räume selbst geht, sondern auch um die (Neu-)Ausrichtung der gesamten Unternehmenskultur. Erstmal lohnt sich aber ein Blick in die Historie des Büros selbst, dessen Ursprung laut dem Kulturphilosophen Jan Teunen im „Home-Office“ liegt. In seinem Buch „Officina Humana“ sagt er: „Das Home-Office ist die Erfindung eines Mönches, dessen Zuhause das Kloster war. Bis zur Renaissance war es üblich, zu Hause zu arbeiten. Jetzt kehren wir zurück zu genau diesen Anfängen.“  Die Besinnung auf das Wesen des damaligen Büros und die derzeitigen Entwicklungen können laut Professor Jan Teunen die Herausforderungen der gegenwärtigen, eher sterilen Bürosituation lösen und zukünftig eine völlig neue Form des Arbeitens beflügeln.

Das flexible Kreativ-Büro des 21. Jahrhunderts

Diesem neuen Arbeitsmodell müssen flexible, anpassungsfähige Orte und Lösungen zugrunde liegen – fernab der „wirtschaftlichen Rationalität“, die sich in den vergangenen Jahren immer mehr in Büroräume eingeschlichen hat. Geprägt von Funktionalität und einem Interior-Design, dem es an Seele, Wärme und echten Wohlfühlkriterien fehlte. Wissenschaftler verschiedener Fachbereiche bestätigen aber seit geraumer Zeit, dass genau diese Faktoren ausschlaggebend sind, um Kreativität und Produktivität bei Mitarbeitern zu fördern. In schönen Räumen arbeiten wir gerne und das wirkt sich in der Kette langfristig positiv auf das Erleben des Einzelnen und damit auf die wirtschaftliche Komponente jeder Unternehmung aus. Ein entscheidender Grund, warum der Wunsch nach neuen Raumlösungen, gerade jetzt im Corona-bedingten Wandel, immer größer wird. In unvorhersehbaren Zeiten sehnen wir uns nach flexiblen und schützenden Orten, in denen wir uns wohlfühlen und einen Ort der Begegnung finden. Das gilt für die Bürolösung zu Hause und für die Räume, in denen wir zukünftig den Kollegen begegnen. Dafür brauchen wir eine zukunftsfähige Architektur und ein durchdachtes Interior-Design. Für die Spezialistin Oona Horx-Strathern steht fest: „Flexible Räume geben uns psychische Freiräume. Das Hoffice ist ein Work-in-Progress-Projekt, das zu Hause beginnt und sich in den neuen Büroräumen fortsetzt. Arbeitgeber und Unternehmen sind gefragt, nicht nur Möblierungslösungen und passende Technologien einzusetzen, sondern auch Grundrisse zu überdenken. Das Hoffice wird sich zu einem neuen Lebensstil entwickeln, für den wir viel Kreativität und Improvisationstalent an den Tag legen müssen.“ Auch wir von PROJECT FLOORS arbeiten gemeinsam mit vielen Partnern genau an diesen Wohlfühlorten – sei es für den Privatbereich oder im Business-Umfeld. Zukunft bedeutet eben auch, genau jetzt – im scheinbaren Stillstand – neue, kreative Räume zu konzipieren, in denen gemeinschaftliches Arbeiten bestmöglich umgesetzt werden kann.

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