Wissenswertes

Designboden perfekt verlegen: Unsere Profi-Tipps

Designboden falsch verlegt

 

Gerade im Handwerk, wo Präzision und Erfahrung zählen, können selbst erfahrenen Profis kleine Patzer oder größere Missgeschicke passieren. Entscheidend ist, daraus zu lernen und beim nächsten Mal noch besser vorbereitet zu sein.

Fehler passieren – auch den Besten.

Was ihr bei der Kundenberatung und beim Verlegen von Designboden unbedingt beachten solltet, dazu einige Profi-Tipps von unserem Anwendungstechniker Dirk Iffland:

  • Eine ehrliche und transparente Beratung über die Eigenschaften von Designboden ist das A und O eines jeden Projekts. Designboden ist robust, pflegeleicht und vielseitig einsetzbar. Er eignet sich für Wohn- und Gewerberäume, bietet eine große Auswahl an Designs und hält im Alltag so einiges aus. Doch auch dieser Belag ist nicht die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Bei starker direkter Sonneneinstrahlung (z.B. Panoramafenster ohne Beschattung) kann sich die Oberfläche verfärben oder verformen, und extreme Temperatur- oder Feuchtigkeitsschwankungen sind problematisch. Schwere Möbel ohne Filzgleiter können Druckstellen hinterlassen. Wer diese Grenzen kennt, kann den Boden optimal einsetzen und seine Vorteile voll ausschöpfen. Mehr dazu
  • Ein hochwertiger Bodenbelag verlangt nach einem hochwertigen Untergrund. Also nicht bei der Spachtelmasse sparen, die gut gerakelt und entlüftet sein muss. Und vor dem Auftragen des Klebers immer gut reinigen, damit keine ‚Pickel‘ im Untergrund vorhanden sind, die sich nachher abzeichnen. Mehr zur Untergrund Vorbereitung findet ihr hier.
  • Gerade im Sommer, sollte die Materialtemperatur der Planken bei der Verlegung maximal 22 Grad betragen, damit sich im Winter keinen unschönen Fugen bilden können. Dirk Iffland weiß, dass er damit entgegen der Verlegeanweisung arbeitet. Jahrelange Erfahrung und zufriedene Kunden sprechen hier für ihn aber eine eindeutige Sprache.
  • Wandabstand bei Klickware konsequent einhalten. Wenn in der Verlegeempfehlung min. 5 mm Wandabstand gefordert sind, dann sind es min. 5 mm – und nicht 4 mm oder manchmal gar nur 3 mm. „Ich weise in den Schulungen immer darauf hin, dass das genaue Einhalten solcher Vorgaben für ein langfristig schönes Ergebnis sorgt“, betont Dirk. Thermoplastische Böden benötigen diesen Spielraum, um sich bei Temperaturschwankungen ausdehnen zu können und unschöne Aufwölbungen („Aufstippen“) zu vermeiden.
  • Im System arbeiten. Wir empfehlen, alle Bauchemie-Produkte von einem Hersteller zu verwenden. Diese sind exakt aufeinander abgestimmt, getestet und gewährleisten eine fachgerechte Verlegung. Auch bei einer abschließenden Versiegelung sollte bei 2Komponenten-Systemen immer beide Komponenten gemischt und nicht nacheinander verwendet werden. Klingt selbstverständlich, aber es gibt tatsächlich Kollegen, die aus unerfindlichen Gründen eine Komponente weglassen – mit entsprechend fragwürdigem Ergebnis. Mehr Infos zu den Klebstoffen gibt es hier.
  • Sauberkeit ist die halbe Miete. Eine ordentliche Baustelle spart Zeit, Nerven und Reklamationen. Schon eine gedankenlos verschobene Werkzeugkiste mit einem kleinen Steinchen darunter kann für die ersten Kratzer sorgen. Sauberes Arbeiten schützt nicht nur den Boden, sondern auch den guten Ruf.

Wer Vinylboden fachgerecht verlegen will, profitiert von Wissen aus erster Hand. Genau dafür gibt es unsere Messer-Meister-Schulungen: kompakte Workshops in kleinen Gruppen mit maximal 10 Teilnehmer:innen, die jedes Jahr im Herbst deutschlandweit stattfinden. Dort teilen erfahrene Profis ihre besten Tricks, geben praxisnahe Hilfestellungen und beantworten individuelle Fragen. Termine gibt es hier.